Hilfe bei Krankheiten

Beim Thema “Cannabis” scheiden sich nicht nur seit hunderten von Jahren die Geister sondern mittlerweile auch die Gesetzgebungen einzelner Länder. Für die einen ist der bei JKrankheitenugendlichen weit verbreitete Genuss von Cannabis – meist in Form von Marihuana (Gras) oder Haschisch (Shit, Dope) – schlichtweg illegaler Drogenkonsum, und strafbar. Für die anderen hingegen ist die aus China importierte älteste Nutz- und Heilpflanze, zwar ein nach dem deutschen Betäubungsmittelgesetz illegales Rauschmittel, aber unter fachärztlicher Anleitung auch eine perfekte Verschreibungsmöglichkeit in der Medizin, um bestimmte Krankheiten zu therapieren.

Cannabis – Mehr als nur ein Rauschmittel

Die Erfahrung der Nutzung von Cannabis in der Medizin geht in die Zeit weit vor Chr. zurück. So legte man zum Beispiel Cannabisblätter auf Wunden. Eine bedeutende Rolle der Cannabisblüten in der Medizin ist aber erst seit dem 16. Jahrhundert erkennbar. Nach einem fast weltweiten Verbot von Cannabis Mitte des 20. Jahrhunderts aufgrund von merkwürdigen Wirkungen, Dosierungsschwierigkeiten und der Entwicklung synthetischer Medikamente, ist die medizinische Nutzung der Kulturpflanze Cannabis in den meisten Ländern wieder erlaubt. Im Gegensatz zur weitläufigen und fälschlichen Meinung, der Wirkstoff von Cannabis sei ein mysteriöses Gift mit zerstörender Wirkung, belegt die heutige Wissenschaft eindeutig, dass THC ein wertvoller Schlüssel (Rezeptor) für unser Gehirn ist.

Cannabis als Medizin

Obwohl die Medizin und die Wissenschaft immer wieder neue bahnbrechende Erkenntnisse hervorbringt, die es den Menschen erleichtern, Krankheiten, die noch vor einigen Jahren als unheilbar schienen zu therapieren oder gar zu heilen, bezieht die Forschung mittlerweile auch Überlegungen mit ein, die noch vor gar nicht langer Zeit tabu waren. Aus dieser gedanklichen Öffnung heraus erwuchs zweifelsohne auch die Erkenntnis, dass Hanfblüten sich auch als Medikamente für die Krankheiten unserer Zeit nutzen lassen. Und zwar mit dem wichtigen psychotropen Inhaltsstoff der Cannabispflanze “Dronabinol” (Delta-9-Tetrahydrocannabinol; THC).
Immer mehr Mediziner, Patienten und auch Gesundheitspolitiker setzen auf die schmerzlindernde, entzündungshemmende und heilende Wirkung von Cannabis, dessen Nebenwirkungen zudem weitaus weniger gefährlich sind als Opiate oder etwa Morphine.
Sicherlich sind Erfahrungsberichte von Patienten immer auch individuell bezogene Statements. Zusammenfassend lassen sich jedoch alle dahingehend medizinisch interpretieren, dass viele Krankheiten nach der Behandlung mit Cannabispräparaten eindeutig positive Verläufe nahmen.
So auch bei Menschen mit einer HIV-Erkrankung die immer auch mit starkem Gewichtsverlust in kurzer Zeit einhergeht. Hierbei ließ sich schon bei einer Tagedosis von 5 mg THC ein appetitanregender Effekt verzeichnen. Positive Berichte über medizinische Behandlungen mit Cannabis werden auch bei bestimmten Arten von Bewegungsstörungen, wie tardive Dyskinesien, spastischer Schiefhals oder beim Touerett-Syndrom verzeichnet. Sie reichen von geringen Verbesserungen bis hin zu der Erlangung einer völligen Kontrolle über die Symptome. Erste Therapie-Erfolge mit Cannabis-Präparaten sind auch bei Drogensüchtigen sowie bei Neurodermitis-, Asthma-, Depression- und Glaukompatienten festzustellen.

Fazit:

Auch wenn es in unserem Gesundheitssystem noch immer leichter ist eine Packung Valium statt eine Blüte Cannabis zu bekommen, so bleibt für viele betroffenen Patienten die Hoffnung, dass der Zugang zu Cannabispräparaten mehr und mehr erleichtert wird. Die Vielfältigkeit medizinischer Anwendungsgebiete erfordert dies. Dazu zählen auch so wichtige Erkenntnisse, dass bei bestimmten Krankheiten eine medizinische Behandlung mit Cannabis nicht weiterhilft.