Risikofaktoren

Die Wirkung von Cannabis ist überwiegend von folgenden Kriterien abhängig:Risikofaktoren

  • Von Ihrer Medikamenteneinnahme
  • Von Ihrer physischen und psychischen Kondition
  • Von der Wirkstoffzusammensetzung sowie dem Gehalt
  • Von der Form, in der Sie Cannabis konsumieren
  • Von den Rahmenbedingungen, in denen Sie Cannabis zu sich nehmen
  • Nutzen Sie ihn zum ersten Mal, oder sind Sie schon ein “geübter” Cannabis-Konsument?

Je nach den genannten Gegebenheiten ruft der Genuss von Cannabis unterschiedliche Wirkungen hervor. In unserem menschlichen Gehirn gibt es sogenannte “Cannabinoid-Rezeptoren”, die als Bindungsstellen für diesen Stoff auf Nervenzellen dienen. Wenn Sie die Droge konsumieren, so bewirkt dies Einschränkungen in Ihrem Kurzzeitgedächtnis und eine leichte Senkung Ihres Blutdrucks, Ihres Blutzuckerspiegels sowie Ihrer Körpertemperatur. Ihr Herzschlag wird beschleunigt, das Hungergefühl verstärkt, Ihr Gleichgewichtssinn sowie Ihre Bewegungskoordination werden eingeschränkt. Diese Cannabinoid-Rezeptoren befinden sich jedoch nicht ausschließlich im Gehirn, sondern auch im weiteren Nervensystem unseres Körpers, in anderen Organen und in Teilen unseres Immunsystems.

In welchem Zeitraum wirkt Cannabis?

Wenn Sie dieses Kraut rauchen oder dampfen, dann spüren Sie meist schon nach ungefähr zwei bis zehn Minuten die erste Wirkung. Ihren Höhepunkt hat sie nach etwa zwanzig bis dreißig Minuten und diese hält, je nach der von Ihnen verwendeten Dosis und natürlich der Qualität der Droge, circa eine bis fünf Stunden an. Wenn Sie Cannabis in Getränken oder beispielsweise Keksen verwenden, dann treten erste Effekte in etwa einer halben bis zwei Stunden ein und diese können bis zu zehn Stunden anhalten.

Die Wirkungsbandbreite

Der Effekt von THC (Tetrahydrocannabinol) verändert das Bewusstsein leicht, ist häufig schmerzlindernd, entzündungshemmend sowie anregend. In niedrigen Dosierungen konsumiert, hilft Cannabis gegen Brechreiz und Übelkeit. Darüber hinaus können sich die Wahrnehmungen visueller sowie akustischer Reize, die Eindrücke des Tastsinns sowie des Zeit- und Raumerlebens verändern. Weiterhin könnten Sie auch regelrecht euphorische Gemütszustände mit erhöhter Kommunikationsbereitschaft erleben. Auch eine aphrodisierende Wirkung ist möglich. Auch das Auftreten von Lachkrämpfen ist nicht ungewöhnlich. Bei einer hohen Dosis Cannabidiol (CBD), ein Stoff, der ebenfalls in Cannabis enthalten ist, kann es auch zur Teilnahmslosigkeit kommen.

Welche Risikofaktoren gehen Sie beim Konsum von Cannabis ein?

Konsumieren Sie diese Droge dauerhaft, dann nehmen Sie physische, psychische und nicht zuletzt soziale Risiken in Kauf. Denn wie bei anderen Suchtmitteln auch kann es zu einer psychischen Abhängigkeit in Form eines inneren Zwangs zur Verwendung kommen. Manchmal können auch in konsumfreien Zeiten körperliche Abhängigkeiten, wie Schweißausbrüche oder Zittern auftreten. Weiterhin neigen Menschen, die kontinuierlich Cannabis zu sich nehmen, verstärkt zur sozialen Isolation, sie leiden unter Antriebs- und Motivationslosigkeit. Darüber hinaus wird das allgemeine Leistungsvermögen generell stark beeinträchtigt. Das zeigt sich zum Beispiel in der Reaktions- sowie Konzentrationsfähigkeit und schlägt sich ebenso auf die Leistung des Kurzzeitgedächtnisses nieder. Insbesondere bei sehr jungen Menschen kann es zu Folgeschäden im Gehirn sowie Verzögerungen in der Entwicklung kommen. Je nach Veranlagung können sogar psychiatrische Erkrankungen die Folgen sein. Wenn Sie Cannabis in Verbindung mit Tabak rauchen, dann führt dies zu einer Erkrankung der Atemwege und damit zu einem erhöhten Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken.