Was beeinflusst die Wirkung?

Das Setting und die individuelle Konstellation der Person selbst spielen eine große Rolle

WirkungNeben vielen Faktoren, die die Wirkung von Cannabis beeinflussen, ist auch das Setting, nämlich die äußeren Umstände, in denen diese Droge konsumiert wird, ein nicht unwesentliches Kriterium. Selbstverständlich kommt es darüber hinaus immer auf die physische und psychische Konstellation der Person selbst an, die sich zum Konsum von Cannabis entschließt. Denn die Wirkung dieses Rauschmittels kann sehr unterschiedlich ausfallen. Sie reicht vom Ausbruch euphorischer Gefühle bis hin zu lähmender Teilnahmslosigkeit.

So können niedrige Dosierungen neben dem Auftreten einer euphorischen Stimmung ebenso beruhigend wirken. Je nach der Konstellation der Person selbst und dem Setting, das sie sich schafft, kann es zu einer gefühlten Steigerung emotionaler Intensität, einem erhöhten Kommunikationsbedürfnis, einem verlangsamten Zeitempfinden sowie einem gesteigerten Appetit kommen. Die Konzentrationsfähigkeit vermindert sich und die Leistungen des Gedächtnisses sowie die Reaktionsfähigkeit werden ebenfalls reduziert. Generell jedoch kann über die Wirkung keine eindeutige Aussage getroffen werden, da es, neben vielen anderen Gegebenheiten, auch auf die physischen und psychischen Umstände der Person selbst sowie das Setting ankommt.

Welche Komponenten beeinflussen die Wirkung von Cannabis?

Der THC-Gehalt

Der Hauptwirkstoff von Cannabis ist THC, die Abkürzung von Tetrahydrocannabinol. Sein Gehalt ist von Pflanzensorte zu Pflanzensorte unterschiedlich. So beträgt der Anteil von THC der hierzulande gezüchteten Nutzpflanzen zum Beispiel lediglich 1,5 Prozent, während orientalische Varianten meist circa 5 Prozent THC enthalten. Im Gewächshaus herangezogene Pflanzen können sogar bis zu 20 Prozent dieses Wirkstoffes enthalten.

Die Höhe der Dosis

Je höher diese ist, desto mehr können negativ empfundene Wirkungen bei der Person selbst zunehmen.

Die Form des Konsums

Wenn Cannabis als Keks gegessen oder zum Beispiel als Tee getrunken wird, dann stellt sich die Wirkung mit Verzögerung ein. Jedoch wird Cannabis in den meisten Fällen häufig in Verbindung mit Tabak geraucht. Ebenso ist der Einsatz spezieller Rauchgeräte wie der Bong, eine besondere Wasserpfeife, gebräuchlich. Da bei einem solchen Konsum eine große Menge Rauch inhaliert werden kann, ist natürlich die Wirkung von Cannabis auf die Person selbst wesentlich stärker.

Das Setting

Die unmittelbare Umgebung ist von großer Bedeutung. Denn wenn Sie sich zum Konsum an einem sonnigen Tag in einem Ruderboot entschließen, das gemütlich auf einem See vor sich hin dümpelt, dann ist die Wirkung natürlich eine andere als wenn donnernde Bässe das Ambiente beeinflussen.

Die Person selbst

So individuell jeder Mensch ist, so verschieden sind auch die Wirkungen von Cannabis auf den Einzelnen. Neben der Dosis spielt selbstverständlich auch die aktuelle Verfassung der Person selbst sowie das Setting eine große Rolle. Wenn Sie zum Beispiel schlecht gelaunt sind, dann werden Sie durch den Konsum dieses Rauschmittels sicherlich nicht in eine gute Stimmung versetzt, denn Cannabis kann sowohl die gute als auch die schlechte Gemütslage verstärken.

Ausblick

Cannabis darf in Deutschland lediglich zu medizinischen Zwecken ohne strafrechtliche Verfolgung genutzt werden. Denn gemäß §§ 29 ff. des Betäubungsmittelgesetzes sind alle im Zusammenhang mit Cannabis stehenden Aktivitäten zum privaten Gebrauch verboten und bei Zuwiderhandlung strafbar. Jedoch ist aktuell zu beobachten, dass die Zahl der Befürworter, die sich für die Legalisierung des Konsums dieser Pflanze stark machen, zunehmend steigt.